Design in Helsinki

Das AV-College in Helsinki erscheint in Legostein-Optik.
Quelle: visitfinland.com

Vom 08. bis 10. Juni 2017 lädt der VMM zur exklusiven 3-tägigen Studienreise Retail und Design nach Helsinki ein. Die speziell für Visual Merchandising Experten, Einzelhandelsprofis und designinteressierte Retailer konzipierte Reise ermöglicht besondere Einblicke in die finnische Retail- und Designerszene.

Erfahren Sie hier über die Ursprünge des nordischen Designs in Helsinki und den designorientierten Errungenschaften der letzten Jahre.

DESIGN-GESCHICHTE

Das Fundament zur 200-jährigen Designstadt legte der russische Kaiser Alexander I bereits im 19. Jahrhundert, indem er Helsinki zur Hauptstadt des finnischen Großfürstentums erklärte. Die durch einen Brand zerstörte Kleinstadt wurde prachtvoll wiederaufgebaut, mit breiten und geraden Straßen und Gebäuden im Stile des Klassizismus versehen. Das Stadtbild wurde von Architekten, wie dem mit dem Entwurf des Stadtplanes beauftragten Finnen J.A. Ehrenström und dem Berliner Architekten Carl Ludwig Engel, der den Senatsplatz entwarf, entscheidend geprägt.

UNESCO CITY OF DESIGN 2014

Als Teil des UNESCO-Programmes Creative Cities wurde Helsinki 2014 mit dem Titel City of Design gekürt. Helsinki reiht sich damit neben Städten wie Berlin, Seoul, Shanghai und Beijing ein und kann vom breiten, internationalen Netzwerk kreativer Städte profitieren.

WELT-DESIGN-HAUPTSTADT 2012

Alle zwei Jahre wird diejenige Stadt zur Welt-Design Hauptstadt auserkoren, die unter Verwendung von Design das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben bereichert, Innovationen und kreative Ideen in das Stadtmilieu bringt und damit für bessere Lebensqualität der urbanen Bevölkerung sorgt. Die Welt-Designhauptstadt ist eine Initiative des International Council of Societies of Industrial Design (Icsid). 2012 erhält auch Helsinki den Titel World Design Capital. Diesem wird mit Neuerungen unter dem Thema „Offenes Helsinki“ Rechnung getragen.

Designwettbewerbe, Stadtentwicklungsprojekte, Ausstellungen, Events und Workshops werden veranstaltet. Die Einwohner sollen in den Planungs- und Gestaltungsprozess ihrer Stadt entscheidend eingebunden werden. Ob Kinder, Fahrradfahrer, Senioren, Migranten oder Rollstuhlfahrer, die Bewohner der Stadt sollen sich einbringen und mitbestimmen können, wie ihre Stadt gestaltet wird und welche Dienstleistungen angeboten werden. Diese Neuerungen im Bereich der Dienstleistungen, auch Service-Design genannt offenbaren sich im öffentlichen Verkehrssystem, der neuen Universitätsbibliothek, sowie dem Pflegeprogramm für Krebskranke, welche in enger Zusammenarbeit mit den Dienstleistungsnehmern optimierte wurden.

„Städte werden genutzt, nicht betrachtet. Daher müssen sie an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden, sodass sie das tägliche Leben unterstützen und nicht hindern. Das Service Design hat das Ziel kundenorientierte Lösungen zu generieren“, erklärt Design Driven City Communications Director Laura Aalto.[1]

Auch die Wissenschaft ist im Programm und seinen zahlreichen Projekten involviert. Im Rahmen des Projektes Green Design der Universität Helsinki wird interdisziplinäre Forschung für mehr Nachhaltigkeit in der Zukunft betrieben.

Helsinki – ein Quell der Inspiration, nicht nur für Designer und Designinteressierte, sondern auch ein Vorbild für andere Städte im Hinblick auf ein nachhaltiges, harmonisches und transparentes Zusammenleben, das den Bewohner und Nutzer einer Stadt zum wichtigen Bestandteil der Gestaltung des urbanen Raumes werden lässt.

Die Finlandia-Halle aus Marmor von Alvar Aalto.
Quelle: picture-alliance/ dpa/Lehtikuva
Die in Granitfels geschlagene Temppeliaukio-Kirche aus dem Jahr 1969.
Quelle: picture-alliance / Herve Champol/akg

[1] Freie Übersetzung.

 

Quellen:

http://www.hel.fi/www/uutiset/en/kaupunginkanslia/helsinki-awarded-unesco-city-of-design-status

https://www.nordicmarketing.de/welt-designhauptstadt-2012-helsinki/

http://www.hel.fi/static/helsinki/news/saksa/120112_HelsinkiNews_de.pdf

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